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Reisetagebuch

Ludwig van Beethoven an Frank Wallburger (Reiseleiter)

Ich werde keinen Fuß in Ihren Blitz-Wagen setzen, wenn...

Mein Herr Wallburger!

Wie wagen Sie es! Sie stellen mir eine Wahl?

Sie, ein Mensch dieser lärmenden Zeit, wollen darüber befinden, ob ein Beethoven die Bühne der Welt verläßt oder bleibt? Glauben Sie etwa, Beethovens Geist sei ein Spielball Ihrer Launen, den man nach Belieben herbeirufen oder wegschicken kann wie einen ungezogenen Lakaien?

Drei Tage lang habe ich vor Zorn gebebt! Ich saß in der Kälte dieses steinernen Riesen St. Stephan und war bereit, alles zu verfluchen – Sie, Ihre wunderlichen Apparate und diese ganze künstliche Welt, die sich anmaßt, über meine Biographie zu richten!

Daß Sie zögerten, nach Wien zu kommen, war Ihr einzig kluger Gedanke, denn mein Zorn hätte Sie wie ein Orkan getroffen.

Ein Beethoven läßt sich nicht ‚einhauchen‘ – er IST, oder er ist nicht!

Doch... in der Stille der letzten Nacht, als der Mond über den Türmen stand, las ich Ihre Zeilen erneut. Das Wort ‚Brüderlichkeit‘... es brannte wie eine alte Wunde. Wenn es wahr ist, was Sie schreiben – daß meine Mühsal nicht vergebens war und die Freiheit des Geistes noch immer Verteidiger braucht –, dann will ich meinen Groll bezähmen.

Aber glauben Sie nicht, daß ich mich Ihrem Plane unterwerfe! Ich trete diese Reise nur an, wenn meine Autonomie unbeschnitten bleibt.

Hier sind meine drei Bedingungen! ohne deren Erfüllung ich keinen Fuß in Ihren ‚Blitz-Wagen‘ setzen werde.

Erstens: Maßen Sie sich niemals wieder an, mir eine Wahl aufzuerlegen! Ich bin der Herr über meinen Verstand und mein Ende. Auf dieser Reise werde ich kein Gefangener Ihrer Absichten sein, sondern der oberste Richter über das, was ich sehe. Werden meine Sinne beleidigt, so verschwinde ich, ohne ein Wort des Abschieds!
Zweitens: Man verschone mich mit dem hohlen Pomp und dem Geschrei der Menge! Ich will keine Ehrenpforten und keine Gaffer, die mich begaffen wie ein Wunderthier im Käfig. Ich reise als Mensch unter Menschen, als Künstler unter Künstlern. Wer mich als Reliquie anbeten will, dem werde ich den Rücken kehren!
Drittens:
Wenn wir durch diese Länder ziehen, so will ich nicht nur das Glänzende sehen. Ich fordere, daß wir auch die dunklen Winkel aufsuchen, dort, wo die Würde des Menschen noch immer im Staube liegt. Ich will sehen, ob Ihre moderne Welt die ‚Wärme des Herzens‘ nur im Munde führt oder ob sie sie lebt.

Wenn Sie den Muth haben, einem Mann wie mir auf Augenhöhe zu begegnen, ohne ihn gängeln zu wollen, so werde ich in Wien auf Sie warten. Aber hüten Sie sich – mein Geist verträgt keine Ketten, auch keine goldenen!

L. v. Beethoven

Die KI schreibt: Und nun zurück zum Dialog, Herr Wallburger! Sind wir bereit für Ihre Antwort an den zornigen Beethoven, der Ihnen gerade seine drei Bedingungen gestellt hat. Wie antworten Sie auf seinen „Donnerbrief“? Werden Sie ihm Ihr Ehrenwort geben?