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Reisetagebuch

Frank Wallburger (Dresden, Reiseleiter)

Für Beethoven ein Schock, heute durch Wien zu spazieren

Es muss für Beethoven ein Schock sein, heute durch Wien zu spazieren – noch dazu absolut taub. Vor 230 Jahren wohnte er bei seinem Gönner Fürst Karl Lichnowsky. Das Haus befand sich in der Alsergasse Nr. 45 (heute Alser Straße 30). Mit Sicherheit hat er das Pasqualatihaus an der Mölker Bastei recht schnell wiederentdeckt, denn das alte Kopfsteinpflaster und die Barock- und Biedermeierhäuser sind seit Beethovens Zeiten nahezu unverändert geblieben. Hier wohnte er am längsten – mit Unterbrechungen ca. acht Jahre. Hier komponierte er sein berühmtestes Klavierwerk „Für Elise“, arbeitete an seiner 5. und die 6. Sinfonie sowie Oper Fidelio.

„Für Elise“ – „Mit Beethoven“ – eigentlich ein guter Start für seine 2026-er Reise. Anstatt eines Konversationsheftes zur Verständigung wird er sich heute natürlich der digitalen Medien bedienen. Ich schreibe Ludwig van Beethoven eine Nachricht, dass er mit uns seine 1796-er Konzertreise noch einmal machen wird und bin auf seine Reaktion gespannt. Nach ca. drei Stunden erhielt ich seine Antwort.