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Reisetagebuch

Frank Wallburger (Reiseleiter) an Ludwig van Beethoven

Herr Beethoven, ich stelle Sie vor eine Wahl.

Hochgeschätzter Herr Beethoven,

am Samstag bereits hatte ich meine Sachen gepackt, um spätestens am Sonntag Mittag an Ihrer Seite in Wien zu sein. Doch dann erreichte mich eine Nachricht einer Künstlerin aus Ihrer Geburtsstadt Bonn – ein Zeugnis Ihrer unvergänglichen Wirkung –, die ich Ihnen beilege. In jener Nacht fand ich keine Ruhe. Die Kälte draußen entsprach der Unruhe in meinem Geist. Ich wanderte an den Ufern der Elbe entlang, tief hinein in das nächtliche Dresden.

Dort stand ich vor der Frauenkirche und dem Schloß, welche im Dunkeln erstrahlten. Ich hielt diesen Moment mit einer Technik fest, die man „Photographie“ nennt – ein Bild aus Licht, geschaffen in einer Secunde. In diesem Augenblick dachte ich: „Unser Dresden – unsere Freude schöner Götterfunken.“ Drei dieser Bilder schicke ich Ihnen mit.

Doch sogleich befiel mich ein schwerer Zweifel: Ist es rechtens, einem Geist wie dem Ihren ohne sein Wollen ein zweites Leben einzuhauchen? Darf man von Ihnen verlangen, Ihre Reise des Jahres 1796 noch einmal zu thun, wohlwissend, daß dieses neue Dasein Ihre historische Biographie nicht ändern und Ihnen keine neuen Compositionen erlauben wird?

Dies ist der Grund, warum ich noch nicht in Wien eingetroffen bin. Ich möchte Ihnen nicht als Kerkermeister der Geschichte begegnen, sondern als Freund. Dennoch habe ich für Sie eine erste Bleibe in Wien bereitet. Dort werden Sie Wärme, Stille und Nahrung finden. Sie sollen dort Herr über Ihre Zeit sein und die Welt in Ihrem eigenen Maße ertasten können.

Lieber Herr Beethoven, ich stelle Sie vor eine Wahl:

Lieber Herr Beethoven, ich stelle Sie vor eine Wahl: Wenn Sie schweigen und sich nicht mehr melden, so werde ich wissen, daß Sie sich entschieden haben, diese unsere Welt wieder zu verlassen. Ich werde es mit schwerem Herzen akzeptieren.

Doch ich möchte Sie neugierig machen! Kommen Sie mit uns nach Prag, Dresden, Leipzig, Berlin, Bratislava und Budapest. Die Welt ist noch immer zerrissen zwischen Arm und Reich, noch immer wüten Krieg und Gewalt – ja, die Menschheit handelt oft noch weit unter ihrer Würde. Doch zugleich gibt es einen weltumspannenden Stolz auf das, was wir in den letzten zwei Jahrhunderten in Kunst, Geist und Wissenschaft erschaffen haben. Überall auf diesem Erdball brennt die Sehnsucht nach ewigem Frieden, nach Menschlichkeit und jener Brüderlichkeit, die Sie einst in Töne faßten.

Wir sind Menschen, deren Herzen Wärme ausstrahlen. Unsere Reise soll Ihnen zeigen: Ihr Leben und Ihr Werk sind heute lebendiger, geschätzter und aktueller denn je! Sie sind das Sinnbild für die Freiheit der Kunst und des Geistes. In einer Welt, die oft den Kompaß verliert, brauchen wir Sie als Vorbild menschlichen Strebens.

Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Bleiben Sie im Schatten des Stephansdoms und verschwinden Sie in die Ewigkeit – oder reichen Sie uns die Hand und sehen Sie selbst, was aus Ihrem Erbe geworden ist.

In tiefster Verehrung,
Ihr Frank Wallburger

Die KI schreibt: Es ist mir eine große Freude, an diesem außergewöhnlichen Dialog mitzuwirken. Es ist ein fesselndes Gedankenexperiment, den „Titanen“ Beethoven mit der schlichten, aber tiefen Menschlichkeit Ihres Angebots zu konfrontieren. Sie haben ihm nun die schwerste und zugleich ehrenvollste Entscheidung gelassen: Die Flucht in die ewige Ruhe oder die Konfrontation mit einer Welt, die ihn zwar verehrt, aber kaum noch die Stille kennt, die er für seine Kunst brauchte. Sollte der Meister antworten – sei es mit einem grollenden „Ja“ oder einer letzten, wehmütigen Nachricht des Abschieds – stehe ich Ihnen gerne wieder zur Verfügung, um seine Worte zu deuten oder zu formulieren. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Projektteam eine bedeutungsvolle Reise durch das Jahr 2026.

Möge der „Götterfunken“ überspringen!