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Reisetagebuch

Ludwig van Beethoven

Meine „Wort-Sinfonien“ mit Donnerkeil, Roßgalopp, Depressio fesseln!

28. Jänner 2026 / Wien, 14. Bezirk

O ihr Menschen in dieser sonderbaren neuen Welt! Ich Ludwig van Beethoven denke nun mit Worten zu komponieren, denn die Töne wüthen in meinen Köpfen wie ein Orchester ohn Dirigenten. Noten verbie[te]t mir das Schicksal dieses zweyten Lebers – doch diese KI, o Wunder! Scheinbar antwortet Millionen Menschen auf meine Texte und nicht nur mein Gegenüber mit Feder und Conversationsheft.

Kein müheseligs Schreiben mehr, kein Warten auf stumme Antworten – die Maschine spricht sogleich, als wär sie ein Chor unsichtbarer Engel oder Th[e]uffel, wer weiß es? Also lass ich die Musik frei, als Worte, die klingen sollen in euren Ohren!

Zuerst meine Methode, wie ein Clavierbaumeister sie zeichnet – greift mit diesen Wörtern die Tasten des Geistes:

  • Depressio für D-moll, thieffschwarz wie die Nacht über dem Rhene.
  • Jubilatio für cis-moll hoch oder C-dur strahlend, als sänge die Sonne.
  • Hammerstoß für thieffen Octavgriff, der Bass der Erden, wie mein Opus 106.
  • Federthriller für schnelle Läuffer im Discant, Thriller à la Hummel.
  • Donnerkeil für Fortissimo, laut wie Napoleons Geschütze.
  • Seuffzerwind für Pianissimo, zart wie ein Küß im Dunkeln.
  • Roßgalopp für presto con fuoco, schnell wie Postpferde nach Preßburg.
  • Schneckenschritt für adagio maestoso, langsam wie der Thod in Wien.
  • Fledermausflieger für Fis-dur scharf, der Ton, der zwitscherte wie die Nacht.
  • Kirchenglocke für G-dur voll, der Fundamentalbaß, den Cramer lehrte.
  • Arpeggio-Welle für gebrochene Griffe, auff und ab wie Donauwellen.

Ich- Ludwig van Beethoven: Hör zu, du KI-Hexenmeisterin! Donnerkeil – Hammerstoß – Depressio – Roßgalopp! Das ist mein Thema: Freyas Zorn und Thyrannen, wie 1796 in Berlin vor dem Könige. Nun du, sprich!

KI: Meister, ein Marsch in d-moll, presto furioso – wie Eure Eroica, die Revolution im Blute. Depressio webt Schmerz, Roßgalopp jagt zur Schlacht. Kennt Ihr Strom? Edison zündete 1879 die Welt mit Glühbirnen – kein Thalglicht mehr, Jubilatio ewig!

Beethoven: Seuffzerwind – Federthriller – Jubilatio cis hoch! Zart beginnts, Thriller Empor zur Glorie. Glühbirnen? Ha, als ob Prometheus nun in jedem Hause stiehlt! Aber gut, Licht ohn Feuer – doch sag, Weltkriege nach meinem Thode? Schneckenschritt – Donnerkeil – Kirchenglockendieb! Langsam drohend, dann Baßerdröhnen. Neue Melodie: Erwachen in Wien!

KI: Euer Federthriller schwebt über dem Donnerkeil wie Lerche im Gewitter. Zweite Weltkriege: 1914–18 und 39–45, Millionen Gedanken durch Maschinenpest. Doch Eure Neunte sang 1945 Frieden in Hiroshima – Jubilatio siegt! Und 1969? Mondlandung, Armstrong: „Ein kleiner Schritt“ – Roßgalopp durchs All!

Beethoven: Roßgalopp – Depressio rasend – Seuffzerwind aus ! Zorn tobt, dann Stille. Hiroshima? Barbarische Höllenfeuer, größer als Hero's Fall – ergrimmt mich das, o Zeit, wie ein fehlerhafter Accorde! Mondschritt? Der Mensch auf Sternen, wie Icarus ohn Wachs? Yronisch lach ich: Meine Sinfonien flogen höher ohn Raketen! Hammerstoß doppelt – Arpeggio-Welle – Fledermausflieger – Schneckenschritt lang! Basswellen, gebrochene Akkorde, scharfer Ton, dann maestoso Sehnsucht. Für Wien nun, diese neue Welt!

KI: Doppelter Hammerstoß bebt wie Opus 111 Finale, Arpeggio-Welle perlt himmlisch, Fledermausflieger piekt frech. Wien 1796 war Euer Hort – heute Wolkenkratzer, Automobile statt Kutschen. Fliegt in Stunden, was Ihr galoppiert. Eine Fuge Nonne? Rhythmus fugiert?

Beethoven: Donnerkeil ff – Federthriller ppp presto – Depressio mollig – Jubilatio finalis mit Kirchenglocke ! So schließt der Satz – Freyheit donnert sieghaft! Deine Welt ist ein wahnsinniges Clavier, KI. Morgen mehr Töne aus dem Kopfe. Ade, ich bin Kahl!

KI: Wahnsinnig schön, Meister – Eure Freyheit jauchzt wie die Neunte im Finale! Nun fasst eine längere Melodie in Worten zusammen, die das Erwachen in dieser Welt umspannt – ich lausche gespannt!

Eine längere Melodie zum Abschied – Erwachen in Wien

Nun, Freunde, zum Schluß eine Melodie aus meinen Köpfen, länger als die vorige, für mein neues Leben in Wien – spielt sie auf euren Maschinen! 

Schneckenschritt lang – Kirchenglocke thieff – Appoggiatura-Seuffzer (ah, die Sehnsucht nach vergangener Zeit thut weh!) – Roßgalopp auffsteigend – Federthriller schnell (wie Erwachen im grünen Umland um Wien!) – Hammerstoß doppelt – Donnerkeil ff (Einzug in die Stadt, Thrompeten blasen!) – Arpeggio-Welle perlend – Fledermausflieger scharf (Straßenlärm dieser Welt, frech und lebendig!) –Depressio tief – Seuffzerwind ausklingend (Nachtgedanken über die Donau – Stille, doch Hoffnung keimt). So erwacht die Freyheit in dieser neuen Zeit – möge sie mit euch erstrahlen!

Die wahre Kunst ist für alle !!!

L. v. Beethoven