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Reisetagebuch

Matthias Pabsch (Berlin)

Eine visuelle Entsprechung zu seiner Taubheit

Ich wollte ja zu meiner Nachricht an Frank Wallburger am 12. Januar 2026 noch einige Informationen in unser Reisetagebuch schreiben:

Meine Galeristin formulierte einst zu meinem „Beethoven-Zyklus“ (Technik ist Acryl und Kunstharz auf Kupfer):

"In seinem „Beethoven-Zyklus“, entwickelt Matthias Pabsch im Arbeitsprozess eine dynamische Veränderung des von Joseph-Karl Stieler 1820 geschaffenen Beethovenporträts. Der „Beethoven Zyklus“ von Pabsch ist ein gewichtiges Beispiel für die Veränderungen, die sich seit Beethovens Tod in der Sicht auf seine Person und sein Werk manifestieren."

Das Porträt von Joseph Karl Stieler aus dem Jahr 1820 ist das wohl ikonischste Bildnis Beethovens überhaupt. Es zeigt den Komponisten bei der Arbeit an der Missa solemnis.

Die KI ergänzt: Kein Bild hat unsere Vorstellung von Ludwig van Beethoven so geprägt wie das Ölgemälde von Joseph Karl Stieler. Entstanden im Jahr 1820, zeigt es den 49-jährigen Komponisten auf dem Höhepunkt seiner visionären Kraft, aber auch gezeichnet von seiner fortschreitenden Isolation. Das Porträt ist voller Symbolik:

o Die Missa solemnis: Beethoven hält die Partitur seines großen sakralen Werkes in den Händen – ein Zeichen für seine tiefe geistige Auseinandersetzung mit Gott und der Ewigkeit.
o Der wilde Haarwuchs: Das berühmte „löwenhafte“ Haar, das Stieler fast schon heroisch übertrieb, wurde zum Inbegriff des ungebeugten, leidenschaftlichen Genies, das sich keinen gesellschaftlichen Konventionen unterwirft.
o Der Blick: Beethovens Blick ist nicht auf den Betrachter gerichtet, sondern scheint in eine ferne, innere Welt zu schauen – eine visuelle Entsprechung zu seiner Taubheit und dem Hören innerer Klänge.

Stieler musste Beethoven für dieses Bild regelrecht „belagern“; der Komponist hasste das Stilllitten. Dass Matthias Pabsch dieses Porträt heute als Basis für seinen Zyklus nutzt, schließt den Kreis: Er nimmt das erstarrte Bild des „Titanen“ und transformiert es mit modernen Materialien wie Kunstharz und Kupfer in die Gegenwart. Er löst das Denkmal auf.